
Chang Min & Eun Hui LEE. Malerei und Zeichnung
17. Juli bis 14. November 2021
Figurative Themen und eine überbordende Farbigkeit dominieren bei beiden Kunstschaffenden. Inhaltliche Schnittstellen sind die Themen Heimat und Zuhause. Das Eigene und das Andere spielen eine besondere Rolle.
Chang Min Lee malt großflächig und gestisch mit pastosem Farbauftrag. Wilde und heimische Tiere, üppige Natur mit viel Grün und kuriose Szenen prägen die Gemälde. Die Lebewesen treffen an exotischen Orten aufeinander, in fröhlich-ironischen, aber auch in geheimnisvollen, oft menschlichen Situationen. Pinguin, Elch oder Schwan bevölkern friedlich den paradiesischen Dschungel, der für alle aber an sich ein fremder Ort ist. Ein kindlicher Panda-bär schaukelt auf einer Schaukel, ein großer Affe trägt zwei Babies auf dem Rücken und balanciert dabei auf einem spitzen Zaun, im Hintergrund rauchen die Vulkane. Ein verträumter Leopard liegt elegant auf einem bunten Podest. Das große Interesse des Künstlers an Tieren ist in jedem Bild zu spüren – dabei erforscht Chang Min Lee in seinen genauen Studien auch die Charaktere der verschiedenen Arten.
Im Zentrum der zeichnerisch angelegten, sehr feinen Malerei und der mit Öl kolorierten Zeichnungen von Eun Hui Lee stehen Erlebnisse des Alltags und der häuslichen Umgebung. Reduzierte Szenen bieten beim genauen Hinschauen überraschende Momente. Silberkugeln an einer Palme, ein Mann versinkt im riesigen blauen Ballon und eine Discokugel dreht sich in einem gelben Zelt. Beim Croissant auf dem Teller liegen Essstäbchen – verschiedene Traditionen und skurrile Einfälle verknüpfen sich. Wiederkehrende Themen sind die schützende Behausung, das Thema Tragen sowie Spiegelungen des eigenen Ichs. Der Blick von Eun Hui Lee ermöglicht eine neue Sicht auf die Dinge und Reisen in surreale Welten.




