
Stefan Bircheneder
Die Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt und deren Veränderungen ist Bircheneders Grundthema. In den Bildern fallen Lichtstrahlen durch eingestürzte Dächer auf den Boden; Moose und Farne erobern sich die geräumten Industrielandschaften langsam zurück; Mobiliar wie Tische und Stühle stehen einsam herum & abgeplatzte Waschbecken und in Regalen aufgereihte Ordner verweisen als Überbleibsel ihrer Zeit auf einen längst vergangenen Arbeitsalltag.
Neben den zweidimensional angelegten Gemälden überträgt Bircheneder seine Arbeit auch ins Dreidimensionale. Aus mehreren Leinwänden lässt der Künstler unter anderem Dusch- und Toilettenkabinen entstehen, die sich zu raumgreifenden Installationen entfalten.
Sein detaillierter Blick führt damit in die sonst versteckten, intimen Sozialräume innerhalb von Produktionsstätten und gibt Einblicke in die Privatsphäre von Fabrikarbeiter*innen.
Die Ausstellung ist eine groß angelegte Werkschau. In acht Räumen werden Werke präsentiert, die bis in das Jahr 2014 zurückgehen und damit bis zu den Anfängen des künstlerischen Schaffens von Stefan Bircheneder reichen. Mit seiner Kunst macht er aufmerksam auf die Schließung vieler Produktionsstätten und auf die Deindustrialisierung, die mit dem Verlust von Jobs und Perspektive verbunden sind.







