Skulpturenpark

 
 
Gemeinsam mit dem Kesselhaus und der Galerie Ruttkowski;68 wurde der Quartiersplatz am Mühlbach in einen einzigartigen Skulpturenpark verwandelt - ein Ort zum Flanieren, Verweilen und Eintauchen in den Dialog zwischen der Kunst und ihrer Umgebung. Ein Ort, an dem dreidimensionale Werke aus nächster Nähe open air betrachtet und erlebt werden können.
Zu sehen sind faszinierende Arbeiten von insgesamt acht herausragenden zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Der Skulpturenpark markiert einen neuen Meilenstein für die Kunst im öffentlichen Raum in Offenburg und soll zu einem Ort für Austausch und Reflexion werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
Beteiligte Künstler*innen:

Skulpturenpark am Kesselhaus:
Eva Beresin, Jenny Brosinski, Lars Eidinger, Conny Maier, Stefan Marx, Joakim Ojanen, Stefan Strumbel, Mathias Weinfurter
 
Informationen zu den beteiligten Künstler*innen des Skulpturenparks als Download:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1
Joakim Ojanen
 *1985, Västerås/Schweden
Blowing the horn (calling for friends), 2024, Bronze patiniert, 230 x 120 x 110 cm
Joakim Ojanens Faszination für Comics und Cartoons führte zu Schaffung einzigartiger Figuren, die oft tierischen Wesen wie Enten oder Hunden ähneln und gleichzeitig menschliche Züge tragen. Zunächst als Skizzen und Gemälde auf Leinwand festgehalten, fanden seine Figuren später in Keramik und inzwischen auch in Bronze ihren Ausdruck. Die zwischen Tieren, Clowns, Außerirdischen und Kindern changierenden Gestalten ziehen die Betrachter*innen in eine tiefere Reflexion über Emotionen, Kindheit, Traurigkeit und persönliche Entwicklung. Die oft subtile Verbindung zu Sport, Musik und Gesellschaft wird vor allem durch die Kleidung und Accessoires der Figuren spürbar.
 
 
2
Eva Beresin *1955, Budapest/Ungarn
Determined Sights of Nature, Waiting, 2024, Bronze, 76 x 75 x 80 cm
Eva Beresin schafft Werke, in denen oft Menschen, meist sie selbst, dargestellt werden. Ihre Körper sind verzerrt, sie schneiden groteske Grimassen und verschmelzen auf seltsame Weise mit Tieren. Themen wie Schönheit, Selbstvertrauen, Selbstakzeptanz sowie die Auseinandersetzung mit dem Familientrauma werden behandelt. Das unvorstellbare Leid, das ihren Eltern im Holocaust zugefügt wurde, hat Eva Beresin tief in ihr eigenes Körpergedächtnis eingeprägt, es ist ein zentraler Bestandteil ihrer Kunst. Die Künstlerin verbindet Leichtigkeit, Humor und Optimismus mit Themen wie Trauma, Gewalt und Orientierungslosigkeit, was ihre komplexen Erfahrungen widerspiegelt.
 
 
 
 
 
3
Jenny Brosinski *1984, Celle
Horn Head, 2021, Bronze, 118 x 89 x 66 cm
Jenny Brosinski nutzt für ihre abstrakten Gemälde rohe, gefaltete oder zerknitterte Leinwände und setzt jede Form und Linie sehr präzise. In ihren Werken lassen sich Einflüsse des Surrealismus erkennen, sie erinnern zudem an Kinderzeichnungen. Das skulpturale Werk der Künstlerin begann 2019 mit einem sitzenden Einhorn, das seine Augen bedeckte. In der Zwischenzeit ist eine Reihe von Figuren hinzugekommen. Die zunächst aus Ton gefertigten Kreaturen tragen Abdrücke ihrer Entstehung, als könnten sie aus Spielknete sein. Nach dem Gießen in Bronze besprayt Brosinski die Figuren mit scheinbar zufälligen Linien. Diese Skulpturen regen dazu an, innezuhalten und uns mit ihrem Dasein sowie ihren Emotionen auseinanderzusetzen.
 
 
 
4
Mathias Weinfurter *1989, Frankfurt a.M.
PF 072303, 2023, Stahl, Lack, 162 x 107 x 10 cm
Mathias Weinfurter arbeitet oft mit einfachen Materialien, Bekanntem aus dem Alltag. Ein Beispiel ist der Einsatz eines industriell hergestellten Zaunes. Der Künstler interessiert sich für die Bedeutung von Zäunen, da diese  Grenzen setzen und Machtbereiche definieren. Sie sind Teil des Alltags, aber auch ein großes Thema in Konflikten, sowohl im privaten als auch im politischen Bereich. Ein weiterer wichtiger Teil in Weinfurters Werk ist die Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur. Er geht der Frage nach, wie Erinnerungen bewahrt werden und wie darüber öffentlich gesprochen wird. Dabei geht es ihm nicht nur um das historische Erbe, sondern auch um persönliche Erinnerungen und wie sie unsere Identität beeinflussen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6
Stefan Strumbel *1979, Offenburg
Fuchs, 2024, Bronze patiniert, 300 x 130 x 185 cm
Neben Mixed-Media Arbeiten auf Leinwand und Papier ist die Skulptur im kleinen und großen Format im Fokus von Stefan Strumbel. In seinem Werk werden traditionelle Ideale und klischeehafte Vorstellungen von Heimat in eine andere ästhetische Form überführt. Die Zerbrechlichkeit der Zeit ist in all seinen Werken spürbar, weniger als konkretes Thema, sondern eher als Haltung: sei es durch ikonische Objekte aus dem Schwarzwald, durch die wiederholte Einbeziehung von Luftpolsterfolie oder auch subtil in Form von Tieren, die Veränderungen und Prozesse sichtbar machen. Der Künstler spiegelt die realen Missstände der aktuellen Gesellschaft wider. Die Betonung des Zusammenhalts und des Vereinenden ist ihm ein Anliegen in unserer unruhigen Zeit.
 
 
5
Conny Maier *1987, Berlin
Sturz mit Apfel / Aus dem Weg Malerfürst, 2021, Bronze, 180 x 180 cm
Conny Maier ist vor allem Malerin. Sie befasst sich mit der menschlichen Psyche und analysiert Themen wie soziale Konditionierung, body politics, angeborene menschliche Triebe und die Beziehung zwischen Mensch und Natur. In ihren Werken setzt sie sich mit Gegensätzen auseinander, wie Macht und Unterwerfung, Gleichgewicht und Instabilität sowie dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen. Sie stellt Fragen nach Maßlosigkeit und dem Misstrauen gegenüber der Vernunft im 21. Jahrhundert. Ihre Figuren, oft mit weit aufgerissenen Mündern und seltsamen Füßen, breiten sich auf dem Bildgrund aus. Faszinierend und abstoßend, schön und erschreckend zugleich.
 
 
 
 
 
7
Lars Eidinger *1976, West-Berlin
Berlin, 2021, Fine Art Print ( Litfaßsäule), 300 x 177 cm
In seinen Fotografien fängt Lars Eidinger die Welt ein, wie sie ist. Er zeigt die Wirklichkeit in dem Bewusstsein, wie flüchtig jeder Augenblick ist. Das Einzige, was er hinzufügt, ist seine Perspektive. „Sehnsucht als Zustand. Davon erzähle ich in meinen Bildern“, sagt er.
Seine Protagonisten sind oft aus der Welt gefallen, sie sind einsam in der Gemeinschaft. Die Absurdität, die Eitelkeit und die Nichtigkeit des menschlichen Verhaltens sind die Themen in Eidingers Werk. Es geht um die Nebenwirkungen der Zivilisation, den Rückschritt im Fortschritt und darum, darin Poesie und Schönheit zu finden.
 
8
Stefan Marx *1979, Schwalmstadt
A Dream and a dream comes true, Fine Art Print/Stahl, 790 x 215 cm
Über alle Medien hinweg zeichnet sich das Werk von Stefan Marx durch seinen unverwechselbaren Stil aus. Seine Zeichnungen sind Chroniken des täglichen Lebens: direkt und persönlich, oft komisch und gut gelaunt. Marx beobachtet seine Umgebung und entwirft Szenarien, die einen Einblick in den Zeitgeist und die moderne Gesellschaft geben. In den Texten, die von Liedtexten inspiriert sind, haben die oft schwarz-weißen Worte eine starke emotionale Wirkung. Der Künstler setzt ihre poetische Botschaft visuell um.
 
 
 
 
 
 

Video zum Skulpturenpark am Kesselhaus:

Quelle: Creative Unit