Oberrheinischer Kunstpreis

  
Alle drei Jahre verleiht die Kulturstadt Offenburg gemeinsam mit dem Förderkreis Kunst + Kultur e.V. den Oberrheinischen Kunstpreis Offenburg. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und umfasst zudem eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Offenburg sowie eine Publikation.
 
  

Oberrheinischer Kunstpreis 2027

Die Preisträgerin für den Oberrheinischen Kunstpreis 2027 steht fest. Die Wahl fiel auf die französische Künstlerin Camille Fischer.
 
Mit Camille Fischer als Preisträgerin des Oberrheinischen Kunstpreises 2027 wird eine Künstlerin ausgezeichnet, die das kunsthandwerkliche Erbe, unter anderem die Textilproduktion in der Region, aufgreift und in eine zeitgenössische Bildsprache überführt. 
 
„Die Jury überzeugte insbesondere Camille Fischers Fähigkeit, Räume als ganzheitliche künstlerische Erfahrungswelten zu gestalten. Mit großer Vorfreude blickt sie auf ihre Intervention in der Städtischen Galerie Offenburg, die sich durch ihre Arbeit in ein eigenständiges Universum verwandeln wird – geprägt von einer besonderen Lebendigkeit und einer unverwechselbaren künstlerischen Handschrift. Ebenso beeindruckte die Jury der souveräne und vielseitige Umgang Camille Fischers mit unterschiedlichen künstlerischen Medien und Ausdrucksformen. Als Künstlerin, deren Schaffen ebenso von Literatur wie von Musik inspiriert ist, bewegt sich Camille Fischer in  einem weit gefassten kulturellen Referenzraum. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine  große Offenheit aus und laden die Besucherinnen und Besucher zu einer intensiven ästhetischen und sinnlichen Erfahrung ein.“ 
 
Einblicke in das Werk von Camille Fischer bei Instagram.
 
  

Warum wir auszeichnen

Ziel des Preises ist die Auszeichnung von Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Frankreich oder der Schweiz, deren Werk einen wesentlichen Beitrag zur Kunst am Oberrhein darstellt. Der Preis versteht sich als Instrument der Kunstvermittlung innerhalb der europäischen Kulturentwicklung. Offenburg liegt inmitten einer lebendigen, traditionsreichen Kultur- und Kunstlandschaft am Oberrhein. Der Oberrheinische Kunstpreis, eingebettet in die vielfältigen Aktivitäten der Stadt Offenburg zur Förderung der Bildenden Kunst, hat eine Signalfunktion, um auf unsere Stadt und ihre intensive kulturelle Arbeit hinzuweisen. 
 
  
Jurymitglieder Oberrheinischer Kunstpreis 2027 (von l.n.r. vorne: Marco Steffens,  Estelle Pietrzyk, Dr. Ines Goldbach,  Stefanie Patruno, Axel Lotz, Prof. Dr. Jörg Laubenberger; hinten: Martina  Tripp, Patricia Potrykus, Jenny  Kohler, Carmen Lötsch, Hans-Peter  Kopp) 
  
 

Wie wir auszeichnen

Die Künstlerin wurde in der Jurysitzung am Ende eines mehrstufigen Auswahlprozesses aus einem Kreis von elf nominierten Künstler*innen gewählt. Die Nominierungen ergaben sich aus Vorschlägen eines achtköpfigen Fachgremiums, bestehend aus einer Auswahl an Direktor*innen, Kurator*innen und Lehrenden von ausgewählten Institutionen der Oberrheinregion. In diesem Jahr lag der Länderschwerpunkt auf Frankreich.

Die Jury tagte am 1. Juli 2026 in Offenburg unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Marco Steffens. 
Die Fachjuror*innen Stefanie Patruno (Direktorin Kunstmuseum Karlsruhe), Dr. Ines Goldbach (Direktorin Kunsthaus Baselland) und Estelle Pietrzyk (Direktorin Musée d’Art moderne et contemporain, Straßburg)  vertreten die drei Länder des trinationalen Preises: Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Jeweils eine Stimme hatten in der Jury das Ausrichter-Duo des Oberrheinischen Kunstpreises: Der Förderkreis Kunst + Kultur sowie die Stadt Offenburg. Der Förderkreis Kunst und Kultur wurde vertreten durch den Vorsitzenden Axel Lotz, seine Stellvertreterin Martina Tripp und Prof. Jörg Laubenberger.
Auf das Votum der Stadt Offenburg einigten sich: Kulturbürgermeister Hans-Peter Kopp, Kulturchefin Carmen Lötsch und Abteilungsleiterin Bildende Kunst Patricia Potrykus.
  
 

Preisträger*innen des Oberrheinischen Kunstpreises