2024

 

Preisträgerinnen - Claudia und Julia Müller

 

Werk

Der Oberrheinische Kunstpreis 2024 geht an Claudia und Julia Müller. Die Schwestern arbeiten seit 1991 in einem gemeinsamen Atelier in Basel, ab 1992 in Zusammenarbeit als Duo. Sie leben und arbeiten in Basel, Karlsruhe und Berlin.

1993 erhielt das Duo das Kiefer Hablitzel Stipendium, 1994 den Manor-Kunstpreis Basel.
1999/2000 waren die Künstlerinnen als P.S.1-Stipendiatinnen in New York und gehörten 2002 dem künstlerischen Team von „Panorama Schweiz“ für die expo.02 in Murten an. 2010 wurden sie mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet.
 

Vita

Die Schwestern Claudia und Julia Müller arbeiten seit 1991 in einem gemeinsamen Atelier in Basel, ab 1992 in Zusammenarbeit als Duo. Sie leben und arbeiten in Basel, Karlsruhe und Berlin.

Claudia Müller (*1964) besuchte Schulen in Düsseldorf und Basel. Von 2007 bis 2019 war sie Dozentin an der HEAD in Genf. Seit 2020 unterrichtet sie am Institut Kunst Gender Natur der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel.
Julia Müller (*1965) studierte Textildesign an der Schule für Gestaltung Basel. Seit 2005 ist sie Professorin an der Staatlichen Kunstakademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

1993 erhielt das Duo das Kiefer Hablitzel Stipendium, 1994 den Manor-Kunstpreis Basel.
1999/2000 waren die Künstlerinnen als P.S.1-Stipendiatinnen in New York und gehörten 2002 dem künstlerischen Team von „Panorama Schweiz“ für die expo.02 in Murten an. 2010 wurden sie mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet.
 

 
 

Hintergrund:

Die Stadt Offenburg und der Förderkreis Kunst + Kultur e.V. vergeben 2024 zum fünften Mal den Oberrheinischen Kunstpreis.
 
Die Künstlerinnen wurden ausgewählt von einer Jury unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Marco Steffens, bestehend aus Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, Estelle Pietrzyk, Direktorin des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst Strasbourg (MAMCS), Maja Wismer, Leiterin für Gegenwartskunst am Kunstmuseum Basel und einem*einer Vertreter*in der Stadt und des Förderkreises Kunst + Kultur.
 
 

Aus der Begründung der Jury

Mit ihren Wirkungsstätten im Atelier in Basel, an der Kunstakademie Karlsruhe und der FHNW Schweiz in Basel bringen beide Künstlerinnen einen relevanten Impuls in die Region und in die Kunst der Gegenwart am Oberrhein.
 
Die Jury ist beeindruckt vom überzeugenden Zusammenspiel der verschiedenen Werke. Die wandfüllenden Zeichnungen, das komplementäre Design von Skulpturen, die Lebendigkeit der Figuren, ihre Gesten und intimen Momente und die soziale Dimension der künstlerischen Arbeit sind von dem einfühlsamen Blickwinkel der Künstlerinnen geprägt. Der Bezug zur visuellen Kultur und zur Designgeschichte wird in individuellen Darstellungen und Objekten sichtbar.
 
Julia und Claudia Müller erhalten die Auszeichnung für die präzise Ikonografie ihrer Zeichnungen und die stimmungsvollen Räume, in denen sie die Betrachter*innen aufnehmen. Der Preis ist auch eine Anerkennung für das langjährige Schaffen in der Region Basel und die Vermittlungsarbeit der beiden Künstlerinnen in der Lehre.