mural_og N°1 

Imagine Future 

Hauptstraße - Ecke Rheinstraße

Auf dem Gelände des ehemaligen Reifen Dinser (Parkplatz am Bahnhof Offenburg) fand vom 19.04.-1.05.2022 das erste Urban Art Festival in Offenburg unter dem Titel "Imagine Future" statt. Es ist eine Initiative des Offenburger Künstlers Markus Schwendemann als Auftakt und somit erste Ausgabe von mural_og. Das ist eine Reihe von Urban Art Projekten in Offenburg.
Dadurch ensteht ein Dialog zwischen Kreativen, der Kunst auf öffentlich sichtbaren Flächen und Menschen aus der Stadt und darüber hinaus. Ziel ist es, Kunst im öffentlichen Raum in den Fokus zu rücken und mit der Zeit eine Open-Air Galerie in der Stadt zu schaffen.
 
Bei der ersten Ausgabe von mural_og waren acht Künstler*innen beteiligt, die die umliegenden Wände des heutigen Parkplatzes neu gestalteten. Zu Gast bei Imagine Future waren: Roids aus Großbritannien, Ernst aus Frankreich, Smash123 aus der Schweiz, Talanova aus der Ukraine sowie Eazy (München), Horst (Stuttgart), Emesa (Karlsruhe) und Letters are my friends (Berlin) aus Deutschland.
Durch den eigenen Stil und die persönliche Handschrift der unterschiedlichen Künstler*innen wurden die Wände vielfältig gestaltet.
 
Ein Teil der Wandflächen wurde an zwei Abenden auch mittels Video-Mapping bespielt. Hierbei fungierte eine neu gestaltete Wand als Leinwand für bewegte Elemente, die vorab von Letters are my friends aus Berlin entworfen und pixelgenau auf die Fläche eingestellt wurden.
 
Begleitend zum Abschlussevent fand am 30.04. + 01.05.2022 das Mitmachprojekt "Kunst im Quadrat" statt.
Das Projekt ist im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) von Jenny Kiep entstanden, die seit September 2021 in der Städtischen Galerie tätig ist. Dabei konnten Besucher*inen selbst ihr Talent als Street-Art-Künstler*innen unter Beweis stellen. Alle waren eingeladen, bei der Mitmachwand in Puzzleform mit Pinsel und Farbe das vorgegebene Motiv an seinen Platz auf die Wand zu malen. Nach und nach entstand so ein gemeinsames, großes Wandbild. Das thematisch an den Titel des Festivals geknüpfte Motiv wurde zuvor dafür entworfen.
Gefördert wurde das FSJ-Projekt im Rahmen von „land.schafft“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Weitere Informationen zu den Künstler*innen, dem Entstehungsprozess, etc. bei Instagram:
 
Das Projekt fand im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg statt, es wurde gefördert und finanziell unterstützt durch:
Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau, Eurodistrict Strasbourg-Ortenau, Kulturstiftung Offenburg, Stadt Offenburg (als Mikroprojekt im Sanierungsgebiet Bahnhof-Schlachthof)
Sponsoring: Paul Becker GmbH, Montana™ Cans, Brillux, Hotel Union, Boardinghouse alte Spinnerei
 
 

mural_og N°2

Hendrik Beikirch

Klosterstraße - Ecke Glaserstraße

Die Reihe mural_og wird von der Abteilung Bildende Kunst in Kooperation mit dem Verein OG Projects (neuer Vorstand Markus Schwendemann) fortgeführt. 
Die Wand eines Privathauses in der Klosterstraße ziert seit dem 20. Juli das Portrait einer der bekanntesten Offenburgerinnen des 20. Jahrhunderts - Marie Geck (1865-1927). Dieses wurde im Rahmen der Veranstaltung "Offenburg feiert Freiheit" 2024 kreiert.
Hendrik Beikirch, bekannt für seine schwarz-weiß Portraits, fertigte das Mural auf einer Fläche von zehn Metern Breite und 14 Meter Höhe. Der Künstler aus Kassel hat selbst Verbindungen zu Offenburg und ist seit 1990 immer wieder in der Stadt.  Daher lieferte der Offenburger Künstler-Kollege Stefan Strumbel den Vorschlag, dass er das Kunstwerk auf dieser Wand gestaltet. Von Stefan Strumbel und dem Karlsruher Künstler Dome stammte das Bild, welches zuvor (von 2002/03 bis 2016) auf der Wand zu sehen war. Im Rahmen einer Sanierung wurde dieses Mural schließlich 2016 übermalt, was nicht untypisch ist, denn Kunstwerke solcher Art sind vergänglich.
Das Motiv, die Offenburgerin Marie Geck, wurde gewählt, da sie in einer Zeit, in der Frauen eine eher untergeordnete Rolle in der Gesellschaft gespielt haben, viel bewegt hat und für die Offenburger Stadtgeschichte von großer Bedeutung ist. Im März 2024 erschien das Buch "Da sind wir Weiber doch andere Männer" mit Forschungen der Frauengeschichtswerkstatt zum Leben von Marie Geck. Sie kümmerte sich ein Leben lang immer um andere, engagierte sich kommunalpolitisch als Bezirksrätin und Geschworene und war jahrzehntelang ehrenamtlich im Armenrat.
Das Projekt wurde durch das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefördert (Koordination: Abteilung Stadtentwicklung).
Sponsoring: Paul Becker GmbH und Molotow™ 
 
Weitere Informationen zum Entstehungsprozess bei Instagram:
 
 
 

 

Mural_og N°3

Caio Reisewitz

Glaswand an der Städtischen Galerie Offenburg

 

Der renommierte brasilianische Fotokünstler Caio Reisewitz schuf eine Collage-Arbeit, speziell für die 12 Meter hohe Glaswand an der Städtischen Galerie Offenburg.
Das Werk zeigt das Thema Wald aus Sicht eines aussereuropäischen Künstlers. Auf diese Weise wird die Zerstörung des tropischen Regenwaldes prominent im öffentlichen Raum thematisiert.

Utucuhy
Collage, Druck auf schadstoffarmer UV Folie, 12 x 4,50 m
Utucuhy, der Geist des Waldes, beobachtet mit Traurigkeit die Verwüstung, die durch menschliche Gier verursacht wird. Wenn Menschen sein Territorium für illegalen Raubbau betreten, beginnt die Harmonie des Waldes zu schwinden. Sie fällen uralte Bäume, legen Feuer und bauen in die Schönheit der Natur, wobei sie vergessen, dass jede Pflanze und jedes Lebewesen seinen heiligen Platz hat. Utucuhy versucht weise, den Wald zu schützen und ruft die Elemente der Natur an, um das verlorene Gleichgewicht wiederherzustellen.

Die Reihe mural_og ist eine Kooperation der Abteilung Bildende Kunst der Stadt Offenburg und des Vereins og_projects. Sie versteht sich als ein Dialog zwischen Kreativen und der Kreativwirtschaft, der Kunst auf öffentlich zugänglichen und sichtbaren Flächen und den Menschen der Stadt und der Region.

mural_og N°3 wird von der Kulturstiftung Offenburg gefördert.