O(H) WALD

 

 
Der Wald als Idylle, Kraftort und ein Ort der  Mythen wird vom Menschen geliebt und wertgeschätzt. Dem gegenüber steht die permanente Zerstörung des sensiblen Naturraumes. Die Ausstellung reflektiert die tiefe Verbundenheit mit dem Wald und hinterfragt gleichzeitig die Auswirkungen unseres Handelns.

Zu sehen sind zwölf künstlerische Positionen, die diese Ambivalenz thematisieren. Die ausgewählten Künstler*innen gehen dabei unterschiedlich auf die komplexe und oft widersprüchliche Beziehung zu einem der wichtigsten Ökosysteme der Erde ein.
Mit über 50 Werken aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulptur, Video, Fotografie und Installation.
 
Christine Brunella: „Die Erinnerung an die Begegnung einer Eiche“ (R2440), 2024, Tusche auf Holz unter Kunstharz, fünfteilig, 80 x 200 x 3 cm

 
Inspiriert von Märchen und Sagen, bringt Malgosia Jankowska in ihren Tuschearbeiten die mystischen Aspekte des Waldes zum Ausdruck. Christine Brunella hingegen weckt in den zarten Zeichnungen mit Epoxidharz ein Gefühl der Zugehörigkeit des Menschen zur Natur. Anne Carnein interpretiert in ihren Skulpturen aus recycelten Textilien Waldpflanzen und verweist so auf den Kreislauf des Lebens und die Bedeutung von Nachhaltigkeit.
 
 
Anne Carnein: Familienbande, 2024, Stoff, Garn, Draht, 50 x 35 x 10 cm 
 
Mariele Neudecker: I don't know how I resisted the urge to run, 1998, Glas-Tank auf Sockel, 188 x 91 x 76 cm, Sammlung Becker, Köln.
Lichtung II, 2024, Acryl und Öl auf Acrylglas, Spiegel, LED-Röhren, Kabel und Kontrollbox, 60 x 45 x 20 cm, Privatsammlung, Berlin
 
 
In ihren Ölgemälden und Objekten verbindet das Künstlerpaar Helge & Saxana künstlerisches Schaffen mit Aktivismus. Das italienische Duo FormaFantasma lässt in einer Videoarbeit den Baum selbst sprechen und stellt das menschliche Überlegenheitsgefühl in Frage.Im vielseitigen Werk der Offenburger Künstlerin Gretel Haas-Gerber (1903 – 1998) ist der Wald vor allem in den frühen Zeichnungen zu entdecken. Die Gemälde und Aquarelle des Offenburger Malers Achim von Heimburg (1948 – 2015) sind direkt in der Natur entstanden und fangen unverfälschte Eindrücke des Waldes ein. Der Schwarzwald dient Stefan Strumbel als Inspiration für seine Mixed Media Werke. Martin Sander hält in seinen in Öl gemalten Waldstücken vor allem die Stimmung der Naturlandschaft fest. Philipp Fürhofer thematisiert in seinen Leuchtkästen den fortlaufenden Kreislauf von Mensch und Natur. Der brasilianische Fotokünstler Caio Reisewitz stellt in seinen Collagen den tropischen Regenwald der urbanen Entwicklung gegenüber. Mariele Neudecker inszeniert in ihrem Glaskasten mit Waldlandschaft das Bekannte mit dem Unbekannten.
 
 
Caio Reisewitz: Angaruba, 2009, Tintendruck, Papier auf Diasec, 42 x 34 cm.
 
 
 
 
 
Stefan Strumbel: Wutachschlucht, 2024, Mixmedia auf Papier, Transfercollage, gerahmt, 150 x 100 cm & fuchsblume, 2024, glasierte Keramik, AP, 58 x 32 x 21 cm.
 

Erlebnis Wald

 
Ein vielfältiges Programm des Fachbereichs Kultur führt Sie weiter in die Tiefen des Waldes und beleuchtet die unterschiedlichen Facetten, die ihn ausmachen: 
 
 
 
 
 

Quelle: Stadt Offenburg

 
 
 
 

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