
Pavillon im Bürgerpark
Am 15. Juni 1991 wurde der vom Offenburger Architekten Gerhard A. Lehman entworfene Pavillon im Bürgerpark eröffnet. Finanziert wurde der Bau, welcher von der Architektenkammer Baden-Württemberg eine Auszeichnung für ‚Beispielhaftes Bauen 1981-1991 im Ortenaukreis‘ erhielt, durch die Sparkasse Offenburg und die Stadt Offenburg. Vom 6. bis zum 15. Juni 2025 wurden die Wandflächen und die Stahlträger des Pavillons künstlerisch gestaltet. Die kreative Umsetzung übernahm der aus Offenburg stammende Künstler Johannes Mundinger gemeinsam mit der aus Straßburg stammenden Künstlerin Solweig de Barry. Das Duo lebt und arbeitet derzeit in Berlin und ist international unterwegs. Murals von Mundinger finden sich unter anderem in Atlantic City, Belgrad, Boulogne sur Mer, Gyenggi-Do, Jerusalem, Ostende und Wien. Solweig de Barry's Arbeiten waren zuletzt als Goldrausch Stipendiatin im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien in Berlin, im Verein Junge Kunst in Wolfsburg sowie im Kunstverein Heilbronn zu sehen.
Die Offenburger Kulturchefin Carmen Lötsch:
„Wir gestalten den Pavillon, um ein Zeichen zu setzen: Wir laden ein, den Pavillon zu nutzen. Als Ort der Begegnung mitten im Bürgerpark. Als Ort des fröhlichen und friedlichen Miteinanders im Zeichen von Kunst und Kultur. In den nächsten Jahren wollen wir sehen, welche Art der Bespielung sich besonders gut eignet. Was Bürgerinnen und Bürger vorstellen können. Kurz gesagt, es geht darum den Pavillon für die Stadtgesellscht neu zu aktivieren. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, mit Solweig de Barry und Johannes Mundinger zwei renommierte Kunstschaffende mit umfangreicher Erfahrung im Bereich Wandgestaltung zu gewinnen. Das hebt die Bedeutung des Pavillons noch einmal in besonderer Weise hervor.“
Zum Gestaltungskonzept sagen de Barry und Mundinger:
„Das Motiv ergibt sich aus drei Elementen: Wir haben kleine Details der sich vielschichtig überlagernden Graffitis aufgegriffen, integrierten durch aufgemalte Rechtecke und harte Linien Elemente der Architektur und wir haben natürlich unsere eigene Formensprache. Dabei haben wir uns an der ursprünglichen Farbigkeit des Pavillons orientiert. Die drei Grundfarben Gelb, Rot und Blau, und diese auf die drei Bereiche verteilt, die wir für uns ausgemacht hatten – die Bühne, die Bühnenrückseite, sowie den Anbau. In jedem der drei Bereiche dominiert jeweils eine der Farben. Der Bühnenhintergrund ist eher Gelb gehalten, die Rückseite, Richtung Schwimmbad, wird vom Blau bestimmt, beim Anbau ist es das Rot.“





