Preisträger - Peter Vogel


Werk
Der Oberrheinische Kunstpreis 2017 ging an den Freiburger Künstler Peter Vogel (1937–2017), einer der herausragenden Pioniere der elektronischen Klangkunst. Da der Künstler leider kurz vor der Preisverleihung verstarb, konnte ihm der Preis erst posthum verliehen werden. Peter Vogels Bewegungsobjekte, "Zwitschermaschienen", Flügelobjekte, seine großen elektronischen Orchester, Klangtürme und Klangwände sowie seine Klang- und Tanzperformances bewegen sich zwischen Kunst, Philosophie und Neurophysiologie. Die aus elektronischen Bauteilen bestehenden Skulpturen, Wandobjekte und Installationen reagieren auf Bewegungen und Schallimpulse. "Meine Arbeiten sind auf einen aktiven Betrachter angewiesen: die Klangobjekte, Lichtreliefs und kinetischen Plastiken erwarten einen 'spielenden' Zuschauer, der sie durch Bewegungen oder Geräusche zum 'Sprechen' bringt." So schilderte Peter Vogel sein Werk.
Vita
Der Preis ehrt einen hochverdienten Künstler und Forscher. Seit den späten 1960er Jahren hat er der internationalen Szene der Electronic Arts starke Impulse gegeben und ist gleichzeitig mit seinem beständigen Wirken in der Oberrheinregion tief verwurzelt. Die große Retrospektive in Offenburg, die anlässlich der Preisverleihung gezeigt wird, erschließt vielfältige Beziehungen seines Gesamtwerks zur Entwicklung der elektronischen und digitalen Klangkunst.

Hintergrund
Die Stadt Offenburg und der Förderkreis Kunst + Kultur e.V. vergaben 2017 zum dritten Mal den Oberrheinischen Kunstpreis.
Der Künstler wurde ausgewählt von einer Jury unter dem Voritz von Prof. Dr. Klaus Gallwitz und den weiteren Mitgliedern Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Kunst nach 1945 am Städel Frankfurt, Dr. Christine Litz, Direktorin des Museums für Neue Kunst in Freiburg, Estelle Pietrzyk, Leiterin des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt Strasbourg (MAMCS) und Dr. Bernhard Serexhe, Hauptkurator am ZKM Karlsruhe.
